Merken An der Küchentheke meiner Schwester stand eine Schüssel mit übrig gebliebenem Kartoffelpüree, daneben Reste vom Brathähnchen. Sie meinte nur: Lass uns daraus was machen. Ohne Plan, einfach aus dem Bauch heraus, haben wir alles vermengt, Fladen geformt und in die Pfanne geworfen. Der Duft von brutzelndem Käse und knusprigen Rändern füllte die Küche, und wir wussten sofort: Das wird öfter gemacht. Seitdem sind diese goldenen Kartoffel-Hähnchen-Küchlein ein fester Bestandteil meiner Woche geworden.
Einmal habe ich sie für Freunde gemacht, die spontan vorbeikamen. Ich hatte nichts vorbereitet, nur diese Mischung im Kühlschrank. Während die Küchlein in der Pfanne brutzelten, unterhielten wir uns in der Küche, und jemand sagte: Das riecht wie bei Oma. Genau das ist es, was mir daran gefällt, sie schmecken nach Zuhause, auch wenn man sie gerade zum ersten Mal isst.
Ingredients
- Kartoffelpüree: Verwende kaltes Püree, damit die Masse besser bindet und nicht matschig wird.
- Gekochtes Hähnchen: Zerrupftes Hähnchen gibt die beste Textur, Messer machen es zu fein.
- Frühlingszwiebeln: Sie bringen eine milde Schärfe, die nicht aufdringlich ist, schneide sie wirklich klein.
- Eier: Sie halten alles zusammen, ohne sie zerfallen die Küchlein in der Pfanne.
- Cheddar: Je würziger der Käse, desto besser, ich nehme gerne mittelalten.
- Petersilie: Frische Kräuter machen den Unterschied, getrocknete wirken fade.
- Mehl: Glutenfreies Mehl funktioniert genauso gut, ich habe beides probiert.
- Knoblauchpulver & Paprika: Diese beiden geben den Küchlein Tiefe, ohne dass man viel tun muss.
- Pflanzenöl: Nimm genug, damit sie wirklich knusprig werden, nicht nur warm.
Instructions
- Masse vorbereiten:
- In einer großen Schüssel Kartoffelpüree, Hähnchen, Frühlingszwiebeln, Eier, Käse, Petersilie, Mehl, Knoblauchpulver, Paprika, Salz und Pfeffer gut vermischen. Die Masse sollte zusammenhalten, aber nicht zu nass sein.
- Küchlein formen:
- Teile die Mischung in 8 gleiche Portionen und forme jeden Teil zu einer etwa 1 cm dicken Frikadelle. Feuchte Hände helfen, damit nichts klebt.
- Öl erhitzen:
- In einer großen beschichteten Pfanne 1 bis 2 Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Öl sollte heiß sein, aber nicht rauchen.
- Braten:
- Die Küchlein in die Pfanne legen, nicht zu viele auf einmal, damit sie Platz haben. Jede Seite 3 bis 4 Minuten braten, bis sie goldbraun und knusprig sind.
- Abtropfen & servieren:
- Fertige Küchlein auf Küchenpapier legen, kurz abtropfen lassen. Warm servieren, mit etwas Sauerrahm oder frischer Petersilie garnieren.
Merken Mein Sohn hat einmal drei davon nacheinander gegessen und dann gefragt, ob wir ab jetzt immer Reste machen können. In diesem Moment wurde mir klar, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss, es muss nur ehrlich schmecken.
Variationen
Ich habe schon Putenfleisch statt Hähnchen verwendet, funktioniert genauso. Einmal habe ich auch gehackten Schnittlauch und einen Teelöffel Dijon-Senf untergemischt, das gab eine feine, leicht scharfe Note. Wer es feurig mag, kann eine Prise Cayennepfeffer hinzufügen, aber vorsicht, das merkt man schnell.
Aufbewahrung
Die Küchlein halten sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter zwei bis drei Tage. Zum Aufwärmen einfach kurz in der Pfanne oder im Ofen bei 180 Grad knusprig machen, Mikrowelle macht sie weich. Man kann sie auch einfrieren, dann vor dem Braten komplett auftauen lassen.
Serviervorschläge
Ich serviere sie am liebsten mit einem einfachen grünen Salat und etwas Zitronendressing. Gedünstetes Gemüse passt auch gut, oder ein Klecks Sauerrahm mit frischen Kräutern. Manchmal reicht auch nur ein bisschen Ketchup, wenn die Kinder mitessen.
- Ein Spritzer Zitrone über die fertigen Küchlein hebt den Geschmack.
- Probiere sie mit einem selbstgemachten Knoblauchdip.
- Reste vom Vortag sind am nächsten Morgen kalt aus dem Kühlschrank überraschend lecker.
Merken Diese Küchlein sind für mich der Beweis, dass die besten Rezepte oft aus dem Moment entstehen. Viel Freude beim Nachkochen.
Fragen und Antworten zum Rezept
- → Wie verhindere ich, dass die Patties auseinanderfallen?
Nutzen Sie ausreichend Eier und Mehl als Bindemittel und formen Sie die Patties fest, bevor Sie sie braten.
- → Welche Beilagen passen besonders gut dazu?
Frische Salate oder gedünstetes Gemüse ergänzen die herzhaften Patties ideal.
- → Kann ich gefrorene Kartoffeln verwenden?
Frisch gekochte Kartoffeln sorgen für eine bessere Konsistenz; gefrorene sollten gut aufgetaut und trocken sein.
- → Wie mach ich die Patties glutenfrei?
Ersetzen Sie das Mehl durch eine zertifizierte glutenfreie Alternative.
- → Wie lange bleiben die Patties warm und knusprig?
Sie sind direkt nach dem Braten am knusprigsten; warm gehalten sollten sie zügig verzehrt werden, um die Textur zu erhalten.
- → Wie kann ich zusätzlichen Geschmack hinzufügen?
Dijon-Senf, gehackte Schnittlauch oder eine Prise Cayennepfeffer bringen eine feine Würze ins Gericht.